Venedig-Tour

(10 jährige Jubiläumstour)

26.06. – 02.07.2011

Zum zehnten Mal seit unserem Bestehen fuhren wir
heuer wieder Richtung Süden. Ein Highlight sollte es sein unsere Jubiläumstour,
und so beschlossen wir, nach Venedig zu fahren. Alle die irgendwann mal dabei
waren in den letzten 9 Jahren sollten mitfahren, und bis auf wenige Ausnahmen
schafften wir dies auch.

Die 17 Radfahrer waren:

Josef Stegmüller, Anton Demharter, Joachim
Wiech, Helmut Lohwasser, Helmut Lenzgeiger, Helmut Bestle (Paule), Georg
Reitmayer, Erich Copp, Anton Grunenberg, Alois Janka, Stefan Kramer, Georg
Ohnesorg, Wolfgang Göttlinger, Michael Schuster, Kurt Szesny, Robert Gehr und
Peter Stoupa.

Die 2 Begleitfahrer:

Adolf Neubauer und Peter Freitag

Kameramann:

Michael Graber

Gesamtdaten dieser Tour:

Strecke: 640 Kilometer

Höhenmeter: ca. 6000 Höhenmeter

Fahrtzeit: ca. 36 Stunden.

1. Tag: Adelsried – Bad Faulenbach/Füssen

Bei herrlichem Wetter wurden wir um 7.00 Uhr von
unserer Bürgermeisterin Erna Stegherr-Hausmann gebührend verabschiedet. Selbst
unser Horst Mohr konnte uns noch kurz zuwinken. Ab Kutzenhausen waren wir dann
komplett. Eine Riesengruppe fuhr Richtung Süden und schon knapp nach
Oberschönefeld hatten wir den ersten Plattfuß. Die versprochenen Weißwürste
fielen Dank schlechter Information von unserem Adolf ganz einfach aus. Kurz vor
dem Forggensee hatte unser Peter dann noch einen Kanaldeckel übersehen der ihn
dann zum Sturz forderte. Im Hotel konnten wir sehr spät erst ankommen weil in
der Nähe ein Amoniakalarm die Zufahrt verhinderte. 135 Kilometer, 1023
Höhenmeter und eine reine Fahrzeit von 6 Stunden und 48 Minuten war das Ergebnis
an diesem Tag, der am Abend dann mit Rotwein und Weißbier im Hotel beendet
wurde. Leider musste uns hier ein Mitfahrer verlassen. Er musste zurück nach
Hause zu einer Herzoperation. Im geht es wieder sehr gut.

2. Tag: Bad Faulenbach/Füssen – Prutz

33 Grad im Schatten waren heute angesagt. So
traten wir dann kräftig in die Pedale. Die Deutsch-Österreichische Grenze war
bald hinter uns, und es gab auch heute bei der Umgehung von Heiterwang einen
kleinen Sturz der von fast keinem gesehen wurde aber trotzdem dokumentiert ist.
Kurz vor Lermoos zeigten uns unsere Begleitfahrer, dass sie es nicht verlernt
haben eine kräftige Brotzeit zu besorgen. In Imst entschlossen wir uns dann den
Weg über Landeck zu fahren. So waren es auch heute wieder 105 Kilometer, 1305
Höhenmeter und eine Fahrzeit von ca. 6 Stunden und 40 Minuten. Im Hotel Post,
dass wir zum 3. Mal angefahren haben wurde dann der Abend mit viel Unterhaltung
beendet.

3. Tag: Prutz – Lana

Heute wussten wir, dass es nur einmal hoch ging,
und das war der Reschenpass. Kurz hinein in die Schweiz, eine kleine Pause, und
da schau an – 5 Fahrer machten sich auf den Weg nach oben, ohne das Startsignal
unseres Tourenführer abzuwarten. (drakonische Strafen). Oben am Reschen
angekommen kreuzten wir eine Transalpingruppe und noch eine einsame
Rennradfahrerin die es uns schwer machte sie wieder abzuschütteln. Nach kurzer
Rast ging es dann sehr rasant nach unten nach Meran. Hier wurde eine nicht
geplante kleine Stadtrundfahrt veranstaltet. Nach 7 Stunden Fahrzeit, 139
Kilometer und 1158 Höhenmeter kamen wir dann in Lana an. Lana war dann der große
Tag für Helmut Lenzgeiger. Gut vorbereitet führte er uns durch einen bunten
Abend. Hier wurde zum erstenmal unser Gruppenlied (Radvagabunden sind wir)
gesungen. Ehrungen wurden durchgeführt für 5 Männer die alle Touren bisher
mitgefahren sind (Josef Stegmüller, Anton Demharter, Georg Reitmayer, Anton
Grunnenberg und Alois Janka), Wimpelwart auf Lebenszeit ( Anton Grunnenberg) und
Tourenführer auf Lebenszeit (Anton Demharter). Eine Gesangseinlage von Anton
Demharter begleitet von Josef Stegmüller mit dem Akkordeon rundeten den Abend
dann ab.

4. Tag: Lana – Caldonazzo

Ein heißer Tag wartete auf uns. Wir fuhren an der
Etsch entlang und dann wieder auf die Hänge von Eppan und Kaltern. Auch nach
Tramin schleppten wir uns hoch nachdem ein Fahrer meinte wir müssten unbedingt
in den „Urbankeller“. Nur dieser hatte an diesem Tag zu und so mussten einige
ihren Unmut in der Pilskneipe am Marktplatz freiern Lauf lassen. Unser ältester
Mitfahrer musste wegen Überhitzung abbrechen und auch der Tourenführer zeigte
Verschleißerscheinungen im Fahrgestell. So übernahm Erich die Führung. Nach
einer fast endlosen Fahrt an der Etsch ging es dann in Trento steil den Berg
hinauf, den man teilweise nur mit Schieben bezwingen konnte. Oben wie soll es
auch anders sein, war dann die lang ersehnte Kneipe. Der Wirt der selbst einen
Bierkrug aus Augsburg hatte, verstand es uns mit Rotwein und Schinken bei Laune
zu halten. So kam es dann auch, dass wir dann sehr spät im Hotel ankamen. 112
Kilometer 7 Stunden Fahrzeit und 1045 Höhenmeter waren das Resultat. Am Abend
schlief dann doch noch einer so tief am Tisch, dass man ihn fast nicht ins Bett
gebracht hätte.

5. Tag: Caldonazzo – Bassano del Grappa

Abgekühlt und etwas regnerisch fuhren wir heute
los. Mit ein paar Umwegen waren war aber dann bald am Fuße des heutigen Berges.
Mit schönen Aussichten und etwas gemütlicher bezwangen wir diesen und oben gab
es wie immer natürlich eine deftige Brotzeit von unseren Begleitfahrern. Wir
fuhren dann noch einige Zeit in der Höhe bis es dann in schönen Serpentinen
hinab, nach Bassano del Grappa ging. Auf halber Höhe gönnten wir uns noch einen
Einkehrschwung. Hier wurden wir nochmals von Regen überrascht. 75 Kilometer 1281
Höhenmeter und eine Fahrzeit von 5 Stunden und 19 Minuten war das heutige
Pensum. Ein perfektes Abendessen in einem noblem Hotel und ein schöner
Spaziergang in die Altstadt rundeten diesen Tag ab.

6. Tag: Bassano del Grappa – Venedig

76 Kilometer, 118 Höhenmeter und eine Fahrzeit
von 4 Stunden und 30 Minuten lagen vor uns. Was wir nicht wussten dass auch noch
2 Plattfüße vor uns lagen. Bei dieser Reparatur wollte ein erzürnter Italiener
nicht verstehen dass unserem Paule seine Mirabellen auch schmecken. Das Fahren
auf italienschen Straßen wurde immer schwieriger, und so mussten auch mehrere
Späher losgeschickt werden, um den richtigen Weg zu finden. Der Höhepunkt war
natürlich das Überfahren der 4 Kilometer langen Brücke nach Venedig. Hier am
Hafen angekommen wurde dann noch eine Fahrradtaufe durchgeführt. Das Abendessen
am Canale Grande so wie der Stadtbummel in Venedig bei Nacht ist fast nicht zu
übertreffen.

7. Tag: Venedig – Adelsried

Mit Zug nach Augsburg und Taxi nach Adelsried
kamen wir spät am Abend in Adelsried an. Am Bahnhäusle wurde dann noch gebührend
gefeiert. Und so war eine schöne Radtour wieder einmal zu Ende. Auch heuer
wollen wir uns bei allen bedanken, die beigetragen haben, dass solch eine schöne
Tour durchführt werden konnte. Allen voran unserem Tourenguide Anton Demharter.
Ohne ihn kann man sich diese Tour nicht vorstellen. Wir hoffen dass er uns noch
lange erhalten bleibt. Weiter noch bei unseren Begleitern Peter Freitag und
Adolf Neubauer, Fotograf und Filmer Michael Graber, und vor allem bei unseren
Frauen die uns eine Woche frei geben.

Zum Schluss noch ein paar Bilder dieser Tour:

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